Achtsamkeitsübungen und Erfahrungen

achtsamkeitsübungenÜber Achtsamkeit schreibt man nicht einfach mal soeben. Es gibt mehrere Schwierigkeiten dabei: Man muss Erfahrungen in Achtsamkeit gemacht haben, um darüber schreiben zu können, ansonsten wird das Ergebnis oberflächlich und unsachgemäß. Die zweite Herausforderung ist die Sprache. Die Erleben ist in Sprache zu übersetzen – auch das ist nicht ganz leicht. Die Sprache ist vom jeweiligem Kulturraum abhängig: Lassen sich Phänomene aus der Meditation mit einer westlichen Sprache beschreiben?
Und letztlich ist Achtsamkeit im Buddhismus ein bedeutsames und breites Thema. Achtsamkeit bedeutet viel: Über Jahrtausende gesammeltes Wissen über Achtsamkeit füllt Bibliotheken in buddhistischen Klöstern. Es gibt verschiedenste buddhistische Traditionen bzw. Auslegungen von Achtsamkeit. Sie wird von Kloster zu Kloster jeweils unterschiedlich praktiziert. Ist ein solches Vorhaben – die verschiedenen Erfahrungen zu beschreiben – überhaupt möglich?

Wie die Übungen durchgeführt werden

Es gibt unterschiedlichste Achtsamkeitstraditionen. Ein Vertreter dieser Traditionen ist Thich Nhat Hanh, ein buddhistischer Achtsamkeitslehrer, Zen-Meister und Schriftsteller. Die von ihm gelehrte Achtsamkeitsmeditation ist eine Atemmeditation. Der Übende konzentriert sich auf den Atem. Der Atem ist der Anker – Thich Nhat Hanh bezeichnet es so, weil die Atmung den Übenden sozusagen in der Gegenwart verankert. In der Atemmeditation nach Thich Nhat Hanh unterstützen mantrenähnliche Gedanken bzw. Sätze den Übungsprozess. Diese Sätze: “Ich atme ein und ich weiß das ich einatme.”

Jack Kornfield beschreibt Achtsamkeit als ein “Erwachen”, bei dem die Aufmerksamkeit weg von den Gedanken und hin zu den Empfindungen gelenkt wird. Im Rahmen eines Coachings lassen sich diese Übungen gut einbinden.

Je nach Tradition gibt es unterschiedliche Körper- bzw. Sitzhaltungen, Atemtechniken und Mentalübungen. Auf diese möchte ich hier nicht eingehen, weil das diesen Rahmen sprengen würde.

Was Achtsamkeit bewirkt – ein Erfahrungsspektrum

Die Erfahrungen macht man nicht jede für sich einzeln – normalerweise werden sie zusammen erlebt. Körper und Geist werden dabei als Einheit erfahren. Dennoch versuche ich hier Erfahrungsaspekte jeweils einzeln zu benennen, damit Sie sich einen Eindruck davon machen können.

Hier werde ich nach und nach weitere, auch selbst gemachte Erfahrungen nachtragen. Dafür werde ich mir also Zeit lassen. Je nach Lust und Laune werde ich dann daran weiterarbeiten. Dieser Text ist eine Art Spielweise, abseits von Zeitdruck und Stress.

 

Stressminderung

Durch Achtsamkeitsübungen lässt sich nachweislich Stress positiv beeinflussen. Das haben wissenschaftliche Studien erwiesen (siehe: Burkhard 2015: 8).

Ruheerleben

Während und nach Achtsamkeitsübungen kann Ruhe erlebt werden. Diese geht teilweise sehr tief. Zum ihrem Erleben passen Begriffe wie Zufriedenheit und Genuss.

Am Anfang Unruhe

Menschen, die sich ganz neu mit Meditation beschäftigen, können Unruhe erleben. Gedanken (Arbeit, Familie ) werden bewusst wahrgenommen, wodurch diese Unruhe ausgelöst wird. Meistens verändert sich das später.

Während einer Kliniktätigkeit habe ich das oft erlebt. Patienten mit einem Burnout brauchen viel Geduld und Rückmeldungen. Burnout ist eine Erkrankung, die nicht einfach so verschwindet. Wenn die Patienten aber dabeibleiben und weitermeditieren, dann kann sich viel verändern und Ruheerleben einstellen.

Leichtes Atmen

Die Atmung ist mehr im Fluss. Eventuell erlebt man, dass das Atmen leichter fällt als sonst. Es geschieht ohne eigenes Zutun – ganz von allein.

 

In einem weiteren Artikel geht es um allgemeine Erklärungen zum Thema Achtsamkeit. Wie sich Achtsamkeit in einer Partnerschaft bzw. Eheberatung positiv auswirken kann, dazu schreibe ich demnächst einen neuen Artikel.

 

Wenn Sie Anregungen haben, dann können Sie einfach einen Kommentar hinterlassen. Haben Sie selbst Erfahrungen mit Meditation machen können, die Sie hier teilen möchten? Welche waren das?

 

 

Literatur:

Burkhard, Alois (2015) Achtsamkeit. Entscheidung für einen inneren Weg. Stuttgart: Schattauer

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